Startupnight 08.09.2017

Last call for Startups to join
&
more speaker for our Conference.

 

Tonight at midnight we are closing our application process for startups to be part of Startupnight. We already confirmed startups from 6 continents and today is the last chance for you to join us.
Below you find 6 good reasons, why you should apply

  • Completely free of charge exhibition spot (turnkey solution, a booth is provided),
  • Your chance to participate in our speed dating session with corporates & VC’s,
  • Great prices from our amazing partner companies,
  • Nearly endless Facebook and Twitter love,
  • Pitch deck inclusion for our investor initiative,
  • More than 5000+ visitors,

 

APPLICATION FOR STARTUPS

 

Neues Förderprogramm „go-digital“ gestartet

Das neue bundesweite Förderprogramm „go-digital“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie ist gestartet. Das Programm unterstützt kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Handwerksbetriebe dabei, die eigene Digitalisierung auf drei Feldern voranzutreiben: IT-Sicherheit, Digitale Markterschließung und Digitalisierte Geschäftsprozesse.

Das neues Programm „go-digital“ soll Mittelstand und Handwerk umfassend dabei unterstützen, digitale Potenziale zu nutzen und digitale Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Es soll den Unternehmen dabei helfen, ganzheitliche IT-Geschäftskonzepte zu entwickeln und zu realisieren sowie die erforderlichen organisatorischen Maßnahmen umzusetzen. Geförderte Unternehmen können zukünftig von autorisierten Beratungsunternehmen Expertise und Unterstützung bei der Digitalisierung einholen: von der Analyse bis zur Umsetzung konkreter Maßnahmen.

In der ersten Phase können sich interessierte Beratungsunternehmen über www.bmwi-go-digital.de für das Förderprogramm autorisieren. Nach erfolgter Autorisierung können in der zweiten Phase ab Herbst 2017 die Beratungsunternehmen Projektanträge für KMU und Handwerksbetriebe (unter 100 Beschäftigte) stellen.

Weitere Informationen finden Sie auf http://www.bmwi.de/.

Quelle: http://www.gruendungsnetz.brandenburg.de

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Die Besten der Bestem – Große BPW-Siegesfeier

Kabelgebundene Flugroboter, datenbasiertes Customer-Relationship-Management für Kinos, Software zur Auslegung von Laserstrahlführungs- und -formungssystemen, Alternate Reality Game, hochwertiges Hunde- und Katzenfutter aus Insekten und viele Weitere mehr.

Am 13. Juli prämierte der BPW in der Investitionsbank Berlin die besten Gründerteams der Hauptstadtregion. Die Gewinner der beiden Kategorien „BPW Plan“ (klassischer Businessplan) und „BPW Canvas“ (Business Model Canvas) sowie die Sonderpreisträger Nachhaltigkeit belegten so eindrucksvoll das breite Spektrum an Ideen und Branchen bei Deutschlands größter regionaler Existenzgründungsinitiative.

Hier gelangen Sie zur vollständigen Pressemitteilung und zu den Siegern des BPW 2017

Quelle: http://www.gruendungsnetz.brandenburg.de

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Wirtschaft 4.0 in Brandenburg! Eine explorative Vorstudie der WFBB

Um zu erfahren, welche Rolle die Digitalisierung in der Brandenburger Wirtschaft tatsächlich spielt und welche Auswirkungen sich für die Arbeitswelt ergeben, hat die WFBB im Rahmen einer Studie 84 Brandenburger Unternehmen aus allen Branchen untersucht. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass sich die Digitalisierung für die Unternehmen eher positiv auswirkt. Klug eingesetzte Technik, die organisatorisch und personalwirtschaftlich eingebettet wird, kann zum Jobmotor in Brandenburg werden. Dies verlangt von den Beschäftigten neben technischen Kompetenzen vor allem auch Prozesswissen und Kommunikationskompetenzen. Daraus entstehen besondere Herausforderungen für die Weiterbildungsstruktur. Nachgefragt sind neue Inhalte und neue Formen der Weiterbildung.

Die detailierten Ergebnisse der Untersuchung finden sie in diesem Bericht:

 

Quelle: http://www.fis-brandenburg.de

„Nicht um Ratschlag bitten, sondern um Erfahrungen“: So holen sich Gründer Feedback

Rückmeldungen sind wichtig, um ein Unternehmen voranzutreiben. Nur: Wie können sich Gründer Feedback einholen? Gründertrainerin Julia Derndinger gibt wichtige Tipps.

Einen Blick von außen auf die Dingen zu bekommen, das ist schwierig – gerade für Gründer. Sie werkeln an einer App, an einer Website, an einem Prototypen, manchmal allein, manchmal mit einem Mitgründer. Ob sie aber auf dem richtigen Weg sind, das richtige Produkt basteln, das erfahren sie manchmal erst, wenn ihr Produkt schon auf dem Markt ist.

Das gilt nicht nur für die App oder den Prototyp: Viele Gründer werden – manchmal unfreiwillig – Führungskräfte. Auch in dieser Funktion braucht es Rückmeldungen: Steht das Team hinter mir? Was halten die Mitarbeiter von der neuen Strategie? Was würden sie anders machen? Und wie schätzen sie die aktuelle Lage ein?


Julia Derndinger ist Gründertrainerin in Berlin. (Foto: Julia Derndinger)

Feedback einholen – aber wie?

Das Problem: Gründer sind erst einmal auf sich allein gestellt. Eine Außenperspektive fehlt. Dabei sei Feedback „super wichtig“, sagt Julia Derndinger. Die Gründertrainerin beschäftigt sich seit 14 Jahren mit der Startup-Szene, hat selbst Unternehmen aufgebaut und einen Accelerator geleitet. Sie rät Gründern, sich noch vor der ersten Zeile Code eine Rückmeldung zu holen. Nur: Wie macht man das?

„Nichts ersetzt das persönliche Gespräch.“

„Nicht um Ratschlag bitten, sondern um Erfahrungen“, sagt Julia Derndinger. In der aktuellen Folge des Filterblase-Podcasts spricht sie mit Lisa Hegemann, der stellvertretenden Redaktionsleiterin des t3n Magazins, über Feedback als Geschenk, die Angst vor dem Kunden und erklärt, warum sie selbst wenig von Tools beim Thema Feedback hält.

Quelle und Podcast: http://t3n.de

Jedes Land sollte attraktive Rahmenbedingungen schaffen

Sie treffen die Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries – was würden Sie sich für den Gründungsstandort Deutschland von ihr wünschen? „Eine zentrale Stelle für Firmengründer mit persönlichem Ansprechpartner, der über alle bürokratischen Notwendigkeiten aufklärt“, sagt Mathias Bohge von R3.

 

Rahmenbedingungen

Wir treffen uns regelmäßig mit Liechtensteins Regierungschef Adrian Hasler um uns mit ihm auszutauschen. Ich denke jedes Land sollte attraktive Rahmenbedingungen für Unternehmer schaffen. Hier ist in den letzten Jahren sehr viel in die richtige Richtung passiert.
Philippe Nissl, frooggies

 

Arbeitsplätze

Unternehmen, die Mitarbeiter anstellen, die Lohnnebenkosten im ersten Jahr deutlich senken. Es hilft dem Unternehmen gerade am Anfang und es werden Arbeitsplätze geschaffen. Und steuerliche Anreize für private Investoren schaffen – etwa Investitionsfreibeträge -, damit die ihr Geld nicht nur in Immobilien und passiven Anlageformen parken.
Christof Hinterplattner, Bikemap

 

Zugang

Ich würde mir wünschen, dass Investitionen in Startups – wie teils auch im Ausland – steuerlich begünstigt sind. Damit würde die Frühphasenfinanzierung, aber auch die so wichtige Folgefinanzierung, bei Startups deutlich an Aufschwung erfahren. Gründer hätten in Deutschland besseren Zugang zu den so wichtigen finanziellen Mitteln. Gerade im Fintech-Segment gelten andere Spielregeln als im E-Commerce-Bereich. Die Unternehmen brauchen länger und zum Teil deutlich mehr Geld um ihre Modelle nachhaltig zu etablieren. Außerdem ist es Zeit, die rechtlichen Rahmenbedingungen für Fintech-Unternehmen zu überdenken und sie wettbewerbsfähig zu machen. Hier sind wir aber schon auf dem richtigen Weg.
Michael M. Stephan, iFunded

 

Selfie

Eine zentrale Stelle für Firmengründer mit persönlichem Ansprechpartner, der über alle bürokratischen Notwendigkeiten aufklärt, notwendige Anträge stellt, Listen über Fördermöglichkeiten und Investoren parat hält und individuell auf Gesetzesänderungen hinweist. Oder ein Selfie.
Mathias Bohge, R3

 

Tempo

Als Gründungsstandort sehe ich Deutschland gar nicht so schlecht aufgestellt. Klar gibt es Punkte, wie wenig Kapital für größere Investitionsrunden in einem späteren Unternehmensstadium. In einer Welt, in der Technologie eine immer wichtigere Rolle spielt – und das mit immer zunehmendem Tempo – sehe ich das niedrige Bildungsniveau, vor allem in den technischen Bereichen, als viel kritischer. Das wäre aber vielleicht eher eine Sache für Frau Wanka.
Björn Goß, Stocard

 

Quelle: https://www.deutsche-startups.de

Wie wichtig ist ein Businessplan? 15 Investoren antworten!

Wie wichtig und bindend ist ein Businessplan? „Ein Businessplan bildet vor allem die Kostenseite und Liquiditätsseite ab“, sagt Jan Alberti, bmp. „Ein Businessplan ist schon wichtig; aber vor allem als ein Tool für die Gründer“, sagt Matthias Dill, Statkraft Ventures.

In den vergangenen Monaten haben wir unzählige Gründerinnen und Gründer nach ihrer Einschätzung zum Dauerbrenner Businessplan gefragt. Bei den Antworten auf die Frage “Wie wichtig und bindet ist ein Businessplan?” gingen die Meinungen in der Gründerszene dabei weit auseinander – siehe “Wie wichtig ist ein Businessplan? 25 Gründer antworten“. Nun drehen wir den Spieß um und fragen 15 Investoren nach ihrer Meinung zum Dauerthema Businessplan.

Wie wichtig und bindend ist ein Businessplan?

Im VC-Bereich ist es nicht unüblich, dass ein Unternehmen seinen Businessplan nicht immer exakt trifft. Es kommt vor allem darauf an, wie schnell das Management bei Abweichungen reagiert. Insbesondere die direkt cash-relevanten Positionen sollten die Gründer nie aus den Augen verlieren, um nicht plötzlich mit dem Rücken an der Wand zu stehen.
Sascha van Holt, SevenVentures

Der Businessplan ist der Fahrplan für die kommenden Monate und Jahre. Er ist wichtig, aber nicht in Stein gemeißelt. Kommen wir gemeinsam zu der Entscheidung, dass Kleinigkeiten geändert werden müssen ist das in Ordnung. Ändert sich der Businessplan hingegen alle zwei Wochen fehlt definitiv die Basis für eine seriöse Zusammenarbeit.
Ulli Jendrik Koop, Digital Health Ventures

Wenn mit Businessplan dieses klassische Dokument gemeint ist, welches man auch an der Uni im Rahmen von Businessplan-Wettbewerben anfertigen musste: gar nicht, weil diese oftmals viel zu theoretisch sind. So was sieht man heute nur noch selten. Wenn mit Businessplan aber ein Finanzplan für die ersten Monate beziehungsweise Jahre gemeint ist: sehr wichtig. Selbst wenn der Umsatz initial nicht im Vordergrund steht und der Plan nicht erfüllt wird, finde ich es sehr wichtig, dass ein Unternehmer sich die Zeit nimmt und mit den grundsätzlichen Dynamiken seines Geschäftsmodells aus quantitativer Sicht auseinandersetzt.
Luca Martinelli, b-to-v Partners

Jeder Gründer und VC weiß, dass ein Businessplan mit einer Wahrscheinlichkeit von 100 % nicht in Erfüllung gehen wird. Dennoch ist er sehr wichtig. Dem Plan unterliegen Annahmen, wie der Markt auf das neue Angebot reagiert und wie man dadurch ein profitables und nachhaltiges Geschäft aufbauen kann. Wichtig sind hier zwei Dimensionen. Erstens: Wie ist die Mittelverwendung in der unmittelbaren Zukunft, also in den nächsten 6 bis 12 Monaten? Zweitens: Wie wird sich der adressierte Markt in den nächsten 5 bis 10 Jahren entwickeln? Das ist ein langer Zeithorizont, und die kurzfristige Mittelverwendung muss sich darin widerspiegeln. So sehen wir, wo die Reise hingehen soll und ob für uns genug Potential in der Idee steckt. Alles, was dazwischenliegt, passiert ja eh nie wie im Businessplan durchgerechnet.
Cédric Köhler, Creathor Venture

Ein Businessplan ist schon wichtig; aber vor allem als ein Tool für die Gründer. Mit einem guten Plan kann man die grundlegenden Treiber eines Geschäftsmodells identifizieren und man ist gezwungen, die Daten für die Annahmen sorgfältig zu recherchieren. Aber natürlich ist ein Businessplan nie die exakte Realität, das wissen wohl alle Investoren und Gründer.
Matthias Dill, Statkraft Ventures

Ein Businessplan ist nicht bindend. Gerade bei Seed und A Runden weiß jeder Investor bzw. sollte jeder Investor wissen, dass noch viel passieren wird, was außerhalb des initialen Businessplans liegt. Ein gutes Pitch Deck hilft bei der Investorenansprache.
Olaf Jacobi, Capnamic

Einerseits ist jeder Businessplan Selbstbetrug. Die Zukunft lässt sich nur bedingt planen. Andererseits sind Finanzpläne wichtig, um Geschäftsmodelle und deren Treiber besser zu verstehen. Außerdem möchte ich sehen, wie strukturiert Gründer ihre Planung angehen. Wichtig ist, nicht blind an Plänen festzuhalten sondern wenn nötig flexibel reagieren zu können.
Benedikt Herles, Vito Ventures

In der frühen Investitionsphase ist der nicht so wichtig. Da liegt der Fokus eher auf der Entwicklung eines hervorragenden Produktes, sowie der Einschätzung zur Kompetenz des Teams. Mit zunehmendem Reifegrad steigt seine Bedeutung stetig.
Matthias Orlopp, Check24 Ventures

Ich vergleiche immer den Businessplan mit einem Kompass: Er zeigt uns an wenn wir von unserem Ideal abweichen damit wir entsprechend früh reagieren können. Da die meisten VC finanzierten Firmen sehr schnell viele Sachen parallel umsetzen und dabei große Budgets verwendet werden ist es wichtig die Auswirkungen auf Cashflow, Rentabilität und Umsatzwachstum genau zu kennen. Letztlich sage ich aber immer zu unseren Gründern: „No plan survives contact with customers“ (Steve Blank). Aber wir müssen uns jetzt die Gedanken über die zu erwartenden Herausforderungen und Auswirkungen machen.
Markus Grundmann, senovo

Ein Businessplan hat den Zweck darzustellen, wie stark sich das Management mit dem Thema beschäftigt hat. Ein „linear hochmodellierter“ Plan zeigt uns, dass man sich keine vertieften Gedanken zu den Stellhebeln und Dynamiken eines Modells gemacht hat. Ansonsten fokussieren wir uns auf das Zahlenwerk der ersten 6 bis 12 Monate nach der Finanzierung, denn das sollte für die Gründer schon weitgehend abschätzbar sein.
Samuli Sirén, Redstone Digital

Das A und O. Natürlich können sich Dinge weiter entwickeln, neue Chancen auftun, erfolglose Testfelder geschlossen werden und der Plan sich so verändern. Aber ein zentrales Dokument – und ich rede hier nicht einfach von einer Excel-Tapete – zu haben, an dem man sich orientiert und misst, ist wirklich unerlässlich. Und die enthaltenen KPIs sollten regelmäßig beobachtet werden.
Christoph Neuhaus, Endeit Capital

Ein Businessplan ist für Investoren wichtig, um zu sehen, dass die Gründer die Mechaniken und vor allem entscheidenden KPIs ihres Geschäftes sowie deren Abhängigkeiten verstehen und generell in der Lage sind, realistisch zu planen. Der Plan fungiert gleichzeitig wie ein Brain Teaser in einem Bewerbungsgespräch. Gerade in frühen Phasen treffen manche Gründer tlws. sehr unrealistische Annahmen zu KPIs/Unit Economics. Da kann auch mal bei einem ansonsten guten Gründer und einer guten Idee deutlich werden: Der ist einfach noch nicht erfahren genug, braucht entweder mehr Zeit oder wir müssen ihm jemanden an die Seite stellen. Die Wichtigkeit des Businessplans hängt grundsätzlich auch stark von der Phase ab. Je später die Phase, desto wichtiger wird der Businessplan, um Budgets zu allokieren, den Cashflow zu planen etc. Je später die Phase, desto mehr Gewissheit hat ein Unternehmen natürlich auch über seine KPIs und Unit Economics – und je bindender sollte ein Businessplan auch sein. In frühen Phasen hingegen ist das anders: Die Gründer suchen noch nach ihrem Product-/Marketfit, haben noch wenig historische KPIs und probieren viel aus. Da kann die Bindung an einen vorab gemachten Plan sogar schnell kontraproduktiv sein. Jeder vernünftige Investor weiß um die Eintrittswahrscheinlichkeiten von Businessplänen bei frühphasigen Startups. Hier geht es wie gesagt viel mehr darum, zu sehen, ob die Gründer die Mechaniken ihres Modells verstehen.
Iskender Dirik, Bauer Venture Partners

Den klassischen Businessplan – 80 Seiten Word-Dokument – gibt es ja gar nicht mehr, außer vielleicht zum Abheften bei Fördergeld-Projekten. Was benötigt wird, ist ein 15-30-seitiges Pitchdeck und ein Excel-Sheet mit den Ist- und Soll-GuV-Zahlen, den wichtigsten Unit Economics, der Mittelverwendung und dem “more important than your mother” Cash Flow. Das Unterlagen-Set ist schon wichtig, aber anders als manche First-Time-Founder vielleicht denken: Gerade in frühen Phasen geht der Wahrheitsgehalt der Zahlen ja gegen null: Im Excel finden sich dann Multiplikationen mit acht Faktoren, die jeweils alle unbewiesen sind. Aber wie die Gründer strukturell und qualitativ/methodisch arbeiten, kann man durchaus an der Handschrift des ganzes Sets ablesen. Sowieso ist ganz viel der Diskussion mit einem VC ein Psycho-Asessment: Oft ist nicht das “Was“-Sage-Ich relevant, sondern vielmehr das “Wie”. Der Investor will ja einen Eindruck bekommen, wie das Team agiert, auch untereinander, und wie es auch auf kritische Fragen des Investors eingeht etc. Je später man investiert, desto mehr Qualität haben die Daten natürlich, aber auch dann bleibt ein Plan ein Plan. Verbindlich ist da nichts. Was aber schon stimmen sollte, sind die abgegebenen Ist-Daten. Dazu gibt es in der Regel ja auch Garantie-Erklärungen. Da ist schon jedem Gründer anzuraten, dass die Daten stimmen, sonst ist das Vertrauen schnell verspielt und das ist das wichtigste gut in jeder Beziehung.
Nikolas Samios, German Startups Group

Das kommt auf die Phase des Unternehmens an. Je reifer das Unternehmen ist, desto besser kann man planen. In sehr frühen Phasen macht es wenig Sinn, auf einem detaillierten, langjährigen Businessplan herumzureiten, denn in aller Regel kommt eh alles anders als geplant. Vor allem in Bezug auf die kommenden 12-18 Monate, was den typischen Zeitrahmen bis zur nächsten Finanzierungsrunde darstellt, sollten die Gründer aber überzeugend erklären können, wie sie das Geld ausgeben und welche Meilensteine sie in der Zeit erreichen wollen. Bei kapitalintensiveren Modellen wollen wir zudem wissen, ob der Gründer Fragen zum Gesamtfinanzierungsbedarf und Break-Even-Plänen schlüssig beantworten kann.
Anton Waitz, Project A Ventures

Ein Businessplan in der Seed-Phase eines Startups bildet vor allem die Kostenseite und Liquiditätsseite ab und gibt den Gründern den Handlungsspielraum und die Budgets, über die sie verfügen können. Außerdem zeigt es gewisse Annahmen, wie KPIs erreicht werden können und welche zeitliche Projektplanung und Ausgaben dahinter stehen. In der Regel kommen Startups mit sehr idealtypischen Hockey-Stick-Planungen zu uns. Aus unserer Erfahrung dauert es meist aber doppelt so lange und kostet rund doppelt so viel ein Startup aufzubauen. In ein Neuinvestment fließt durch uns bereits sehr viel Know-How mit ein, um den Businessplan möglichst realistisch abzubilden. Sollte der Businessplan massiv unter- oder überschritten werden, verabschieden wir unterjährig auch einen neuen. In jedem Fall reporten die Startups neben den Ist-Zahlen auch einen monatlich oder quartalsweise angepassten und rollierenden P&L- und Cash Flow-Forecast, der meist deutlich näher an der Realität ist. Je älter ein Startup wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einen Businessplan auch wirklich einzuhalten.
Jan Alberti, bmp

Quelle: https://www.deutsche-startups.de

TechCode Brandenburg

Neuer Inkubator in der Gesundheitswirtschaft

Am 1. Juli 2017 eröffnet Techcode Germany einen neuen Coworking Space mit Schwerpunkt Life Sciences und Digital Health in Potsdam. In dem Coworking Space werden jungen Life- Sciences-Unternehmen günstige Büroflächen zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus unterstützt Techcode Germany beim Eintritt in den chinesischen Markt.

Die Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB), die das Unternehmen bei der Ansiedlung unterstützt hat und es auch bei Innovationsprojekten begleitet, freut sich, dass Techcode Germany die Vorreiterrolle der deutschen Hauptstadtregion in der Gesundheitswirtschaft stärkt. Der Coworking Space in Potsdam stellt bereits den zweiten Standort von Techcode Germany in der Hauptstadtregion dar. In Berlin-Mitte unterstützt Techcode bereits seit November 2015 junge Unternehmen, insbesondere aus den Bereichen Artificial Intelligence, CleanTech, Hardware, IoT bzw. Industrie 4.0.

Techcode ist ein chinesischer Inkubator mit weltweit mehr als 15 Standorten in wichtigen Hochtechnologieregionen.

Quelle: https://www.wfbb.de

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BGH kippt Gebühren für Vergabe von Firmenkrediten

Betriebe haben Anspruch auf Rückzahlung

Bereits im Jahr 2014 entschied der Bundesgerichtshof (BGH), dass Banken von Verbrauchern keine zusätzlichen Bearbeitungsgebühren verlangen dürfen. Derartige Klauseln in Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) von Darlehensverträgen sieht der BGH  nunmehr auch bei der Verwendung gegenüber Unternehmern als unwirksam an (Urt. v. 04.07.2017, Az. XI ZR 562/15 und XI ZR 233/16).

In den zu entscheidenen Fällen wehrten sich die klagenden Unternehmen gegen AGB in den von ihnen abgeschlossenen Darlehensverträgen, nach denen sie verpflichtet wurden, den Banken ein laufzeitunabhängiges „Bearbeitungsentgelt“ bzw. eine „Bearbeitungsgebühr“ zu entrichten und verlangten die Rückzahlung der Gebühren, weil die angegriffenen Klauseln nach ihrer Ansicht unwirksam sind.

Zinsen als Gegenleistung reichen aus

Der Versuch, Kosten in einem von der Laufzeit unabhängigen Extra-Posten auf die Kunden abzuwälzen, benachteiligt diese nach Auffassung des Senats unangemessen. Für Unternehmer gilt nach der neuen Entscheidung nichts anderes: Es sei nicht ersichtlich, warum sie vor einer einseitigen Gestaltungsmacht der Banken weniger geschützt werden müssten als Privatleute

Die Richter begründen die Entscheidung vor allem mit dem Verweis auf den wesentlichen Grundgedanken der gesetzlichen Regelung des Darlehensvertrages, wonach die Zinszahlung die Gegenleistung für die Gewährung des Darlehens darstellt. Darüber hinausgehende Gebühren würden den Kunden gemäß § 307 Abs. 2 Nr. 1 BGB im Zweifel unangemessen benachteiligen. Insbesondere könne die Angemessenheit eines laufzeitunabhängigen Bearbeitungsentgelts nicht mit eventuell hieraus resultierenden steuerlichen Vorteilen auf der Seite eines unternehmerischen Kreditnehmers begründet werden.

Auch mit den Besonderheiten des kaufmännischen Geschäftsverkehrs ließen sich die Klauseln nicht rechtfertigen, so der Senat. Der Schutzzweck des § 307 Bürgerliches Gesetzbuch liege darin, die Inanspruchnahme einseitiger Gestaltungsmacht zu begrenzen – und zwar auch zugunsten eines informierten und erfahrenen Unternehmers.

Fazit: In Konsequenz des Urteils haben nun auch Unternehmer einen Anspruch auf Rückzahlung der geleisteten Kreditbearbeitungsgebühren.

Zu Beachten ist jedoch die Verjährungsfrist. Der Rückzahlungsanspruch verjährt innerhalb von drei Jahren, so dass eine Verjährung für in 2014 gezahlte Bearbeitungsgebühren frühestens am 31.12.2017 eintritt.  Eine Ausnahme kommt dann in Betracht, wenn der Unternehmer in der Zwischenzeit verjährungshemmende Maßnahmen ergriffen hat (z. B. Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids oder Erhebung einer Klage). Da die Banken die Rückzahlung von Bearbeitungsentgelten in der Regel nicht freiwillig anbieten, müssen Kunden ihre Bank schriftlich, unter Setzung einer Frist, zur Rückerstattung auffordern  und gegebenenfalls ihre Forderung gerichtlich geltend machen.

Die Entscheidung ist damit nicht nur für diejenigen bedeutsam, die zukünftig einen Kredit aufnehmen.

Der Bankenfachverband, in dem Raten- und Konsumfinanzierer zusammengeschlossen sind, bezeichnete gegenüber der FAZ das Karlsruher Urteil als unangemessen. Bearbeitungsentgelte seien „fester Bestandteil der unternehmerischen Freiheit“. Der BGH „erschüttert die Rechtssicherheit für Unternehmen“, sagte Verbandsgeschäftsführer Peter Wacket. „Genauso wie ein Gewerbetreibender seine Preise in mehrere Einzelbestandteile aufteilen darf, sollte dies auch Kreditinstituten möglich sein.“ Die Auswirkungen auf die Branche seien schwer abzuschätzen.

Quelle: https://www.hwk-cottbus.de

KfW gründet Tochtergesellschaft für Beteiligungsfinanzierung

  • Stärkung des Standorts Deutschland für Startups und schnell wachsende innovative Technologieunternehmen
  • Geplantes Investitionsvolumen von 2 Mrd. EUR in den kommenden 10 Jahren
  • Gründung einer eigenen Tochtergesellschaft Anfang 2018, Aufnahme operatives Geschäft Mitte des Jahres

Die KfW wird ihre Aktivitäten im Bereich Beteiligungsfinanzierung in den kommenden Jahren substantiell ausbauen. Dazu wird sie zu Beginn des Jahres 2018 eine eigene Tochtergesellschaft gründen. Der gemeinsamen Initiative von Bundeswirtschaftsministerium (BMWi), Bundesfinanzministerium (BMF) und KfW hat der Verwaltungsrat der KfW bei seiner Sitzung am 29. Juni 2017 zugestimmt. Die neue Gesellschaft wird künftig das Finanzierungsangebot der KfW im Bereich Venture Capital (VC) bündeln und erweitern.

Ziel der neuen Gesellschaft ist es, das Angebot an Wagniskapital für innovative technologieorientierte Unternehmen in der Startup-Phase und in der besonders kapitalintensiven frühen Wachstumsphase zu verbessern. Speziell in der Phase, in der Unternehmen neue Märkte erschließen und schnell expandieren wollen, mangelt es in Deutschland bisher an einem ausreichenden Kapitalangebot. Die Angebotslücke in der Start-up- und frühen Wachstumsphase bei Anschluss- und Wachstumsfinanzierungen in Deutschland beläuft sich nach Schätzungen auf derzeit rund 500 bis 600 Mio. EUR p. a.

Hierzu der Staatssekretär im BMWi, Matthias Machnig: „Mit der heute beschlossenen Gründung einer KfW-Tochtergesellschaft macht die KfW den entscheidenden Schritt, um ihr Beteiligungsgeschäft neu auszurichten und marktgängiger zu gestalten. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zu unserem Ziel, das Wagniskapitalvolumen in Deutschland in den kommenden Jahren zu verdoppeln. Dazu müssen wir die bestehende Finanzierungslücke schließen, damit Startups das nötige Kapital haben, um zu wachsen und sich am Markt durchzusetzen.“

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, Jens Spahn, betonte: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass digitale Zukunft in Deutschland stattfindet. Mit dem neuen Angebot der KfW werden die Finanzierungsbedingungen für Start-Ups weiter verbessert. Wir gehen die Angebotslücke bei Anschluss- und Wachstumsfinanzierungen konsequent an. Das Geld kann jetzt schneller, mit marktüblichen Prozessen und mehr Start-Up-Expertise bei den Unternehmen ankommen.“

Dr. Ingrid Hengster, Vorstandsmitglied der KfW, sagte: „Deutschland verfügt mittlerweile über eine beachtliche, vielfältige Start-up-Szene. Gegenwärtig stellt die Finanzierung jedoch viele dieser innovativen Unternehmen vor Probleme. Dies kann dazu führen, dass wichtige Wachstumsinvestitionen verzögert oder gar nicht angegangen werden. Um das zu ändern, braucht es eine Finanzierungslandschaft, die Unternehmen auch bei starkem Wachstum aktiv begleitet. Mit der Gründung der Tochtergesellschaft bündeln wir unser Engagement in der Beteiligungsfinanzierung unter einem Dach und schaffen die Voraussetzung dafür, das Ökosystem für Wachstumsfinanzierungen in Deutschland weiter zu stärken.“

Die neue KfW-Tochter fokussiert sich auf Investitionen in Venture-Capital-Fonds. Diese wiederum beteiligen sich an jungen technologieorientierten Unternehmen in Deutschland und stärken dadurch deren Kapitalbasis. Auch Investitionen in so genannte Venture Debt Fonds werden möglich sein. Diese Fonds stellen Unternehmen zur Finanzierung ihrer risikoreichen Expansionsphase Fremdkapital zur Verfügung. Das Geschäft der KfW im Bereich Venture Capital wird künftig von der neuen Beteiligungstochter betrieben. Darunter fallen das Engagement im High-Tech Gründerfonds, der in 2016 gegründete Venture Capital-Fonds coparion sowie das Engagement im Programm „ERP-Venture Capital-Fondsinvestments“ im Risiko des ERP-Sondervermögens. Bis zum Jahr 2020 soll die Gesellschaft ihr jährliches Investitionsvolumen auf 200 Mio. EUR steigern und so in den kommenden zehn Jahren rund 2 Mrd. EUR für wachstumsorientierte High-Tech-Firmen zur Verfügung stellen.

Die Geschäftsführung der Gesellschaft wird mit jeweils einem Experten aus dem Markt und aus der KfW besetzt. Die Gesellschaft wird Mitte des Jahres 2018 ihre operative Geschäftstätigkeit aufnehmen.

Quelle: https://www.kfw.de